Weihnachts-Missions-Basar für Afrika-Projekte

Am 21. November laden besonders aktive Röthner und deren Freunde zum Missions-Basar mit Bewirtung ein! Von 10:30 bis 16:00 Uhr werden im Vereinshaus in Röthis wunderschöne selbstgemachte Hand(werks)arbeiten angeboten:

Adventkränze, Türkränze, Mistelzweige und Grünschmuck aller Art, verzierte Kerzen, Glückwunschkarten, Kreationen aus Draht/Beton, Weihnachtskarten (auch afrikanische), Christbaumschmuck, Zöpfe, Bümmel, Birn- und Apfelbrot, Weihnachtskekse, Liköre, Säfte, Tees, Marmeladen, Quittengelee, Socken, Schals, Handarbeiten und Näharbeiten, Badesalz, Johanniskrautöl, Salben, Kriasi- und Dinkelsäckle und viele hübsche Geschenke…

Der Reinerlös kommt der Restfinanzierung eines Bohrbrunnens in der von Dürre und Hungersnot heimgesuchten Pfarre MADDU und zur Ausstattung eines Mädchen-Schlafsaals in Kabwangasi / Uganda zu Gute. Projektleiterin ist Frau Reinhilde Müller.

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Begegnung von zwei Dörfern

Am Samstag um 19 Uhr findet ein Gottesdienst mit afrikanischen Priestern in der Pfarrkirche Schlins statt. Der Magnuschor Röns singt Messlieder aus Tansania in der kisuahelischen Sprache und rhythmische Trommelmusik rundet das Rahmenprogramm ab.

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Weiter geht es um 20 Uhr im Wiesenbachsaal Schlins: Dort wird der Projektfilm „selbstbestimmt und nachhaltig“ gezeigt und die Ausstellung somit für eröffnet erklärt. Musikalisch gestaltet wird der Abend von den Schlinser Jungmusikanten und dem Frauenchor Schlins.

Die Projektgruppe „Eine Weltgruppe Schlins/Röns“ informiert vor Ort über die integrierten ländlichen Entwicklungsprojekte im Süden von Tansania und wird über die laufenden Projekte,  Aufgaben und Arbeiten in Mdabulo ausführlich berichten. Auch Harald Sonderegger, Bürgermeister in Schlins, war heuer auf Projektbesuch mit dabei und hat Interessantes über seine Afrikareise zu erzählen.

Weiters werden Fair Trade Waren verkauft; eine Verkostung und Verkauf von Bio Weinen aus dem Burgenland gibt es ebenso wie tansanische Textilien (gefüllt mit Dinkelspelzen aus Schlins).

Für’s leibliche Wohl wird, nebst afrikanischer Musik, bestens gesorgt!

Sprachlich erweiterte 16 Minuten

Sodalla. Ab sofort ist der Projektfilm auch in englischer Sprache einzusehen und zu hören! Auch diesmal hat uns Philipp Wüstner die Stimme geliehen – ohne Lustenauer Akzent :o) Lieben Dank an dieser Stelle!

Wer sich das Filmchen auf Kisuaheli anhören will, den Film gibt’s bereits und wird demnächst auf youtube gestellt. Info folgt.

Video: Eine Welt Gruppe Schlins/Röns – Projekte Tansania

Die Welt zu Gast in Vorarlberg

Ganz nach dem Motto „Afrika mit allen Sinnen erleben“, präsentieren sich von 08. bis 12. September verschiedene Institutionen und Vereine mit einem tollen Programm und vielen Infos rund um den schönen Kontinent, im Weltzelt der Messe Dornbirn. Auch die Eine Weltgruppe Schlins | Röns ist vor Ort und freut sich schon, Interessierte über die laufenden Projekte zu informieren und zu begeistern!

Vortrag, Diskussion und andere Aktivitäten

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Die Eine Weltgruppe Schlins/Röns rührt wieder kräftig im Aktionssalat rund um’s Thema Entwicklungshilfe. Drei Termine warten nur darauf von euch wahrgenommen zu werden!
An der Auswahl soll’s nicht liegen:

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Ausstellungseröffnung der „Eine Weltgruppe“ in L’au

Am Freitag, den 26.02. werden die Projekte der Eine Weltgruppe Schlins/Röns in der Handelsakademie in Lustenau vorgestellt. Natürlich sind Projektverantwortliche und auch Interessierte (wie meinereiner) vor Ort um Rede und Antwort zu stehen. Also, wen’s interessiert, nicht zögern!

–> Ausstellung HAK Lustenau Einladung

Ich habe fertig – „ameisha!“

Spätestens in Dubai wird mir klar, dass ich wieder in eine andere Welt eintauche: Das Toilettenpapier im Lounge-WC (man gönnt sich ja sonst nichts ;o) spielt dabei die kleinste Nebenrolle. Den Allerwertesten kann man sich hinten, vorne, warm oder kalt „annieseln“ lassen und per Knopfdruck sorgt ein lauwarmes Lüftchen – ebenfalls aus der Porzellanschüssel – für den vollendeten Schluss.

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Das Snackangebot in der Lounge übertrifft das Gesamtangebot einer Bäckerei, einer Metzgerei und auch der kleine Delikatessen-Laden in Iringa würde erblassen. Dass unsere Tischvorgänger 3 ganze Kuchenstückchen stehen gelassen haben, daran stört sich hier niemand. Internet ist obligatorisch, ohne dass man zunächst ganz Österreich durchqueren muss (*lach* für 1 x Interneten mussten wir ja im Prinzip „nach Wien“ ähm Iringa fahren ~ 7 h). Da ist es also ein leichtes, 9 Stunden Aufenthalt in Dubai regelrecht zu genießen.

Und um sicher zu gehen, dass ich nicht vor dem Rückflug kneife, hat mich Lukas gleich persönlich in Tansania abgeholt.

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In wenigen Stunden geht es also weiter nach Zürich und zurück in den Alltag, allerdings in vorweihnachtlicher Stimmung und wahrscheinlich gesamt 50°C Unterschied (von + 35 auf – 15°C).

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Was macht das heute – „sa leo?“

Mein Heute war heute ausgezeichnet – und das Heute von einem Jungen namens Good(i) in Ludilo wird ihm wahrscheinlich unvergessen bleiben. Bei der Waisenkinderdokumentation in jener Schule war es super deprimierend die Kinder alle der Reihe nach zu fragen, ob noch ein Elternteil lebt, unter welchen Bedingungen sie selbst hausen… So normal, dass sie kein Bett haben, so normal, dass sich niemand um sie kümmert! Auch wenn wir ihnen zumindest neue Schuhe

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und einen Pullover bringen konnten, ist für mich der Tag echt ein bisschen zu viel gewesen. Der viel zu klein geratene 12jährige Good(i) mit offenen Wunden an den Beinen und – für jeden offensichtlich – HIV positiv, hatte beim Berufswunsch absolut keine Idee, noch nie darüber nachgedacht und ehrlich gesagt hatte ich auch das Gefühl, das er das nicht tun müsse, weil er schon so schlecht ausgesehen hat. Lehrer Kigodi hat ihm ein paar Berufe aufgezählt und schließlich hatte er eine eigene Idee: er möchte gerne Fahrer werden. Als wir am aufbrechen waren, haben wir kurzerhand den Kleinen geschnappt, ihn vors Lenkrad gesetzt und sind 30 m nach vor, rückwärts und wieder zur Schule gefahren. Goodi hat gelenkt und brav meinem „kulia! kushoto!“ (links, rechts) gefolgt.

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Kigodi und ich haben uns mindestens so sehr gefreut wie der Kleine! Allein das waren die 3,5 Monate hier echt wert!

Um viele Lachfalten reicher…

… und um einige Illusionen ärmer, das werde ich auf meinen Heimweg mitnehmen. Jede Lachfalte hat sich rentiert.

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Meine Illusionen, dass alles vielleicht doch nicht so schlimm sei, vieles von den Medien übertrieben dargestellt wird und diese fröhlichen Menschen doch einen Grund haben müssten so fröhlich zu sein, lasse ich in Afrika. Durch den längeren Aufenthalt und den Kontakt mit den Menschen durfte ich Geschichten erfahren und Lebensbedingungen miterleben, bei denen ich den Hut ziehen möchte, dass dieses Volk das Lachen nicht verlernt hat!

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Aids gehört zum Alltag, viele der Kinder haben weder Eltern noch Großeltern. Manche der Menschen hier besitzen entweder ein Holzbett oder eine Matratze, viele nichts von beidem. Sie alle haben gemeinsam, dass sie sich täglich von Ugali und Bohnen ernähren, meist ungesalzen, denn Salz kostet Geld. Gemeinsam haben sie auch, dass jeder auf die Ernte seines Feldes angewiesen ist; der Hauptschuldirektor genauso wie der Vollzeit-Farmer. Und alle arbeiten unter der Sonne Afrikas – ohne sich ein Mittagsschläfchen zu gönnen…

Armut macht kreativ

Topflappen aus Teilen von einer Pappkarton-Schachtel | Fußbälle aus Plastiksäcken eng verschnürt | Öl- und andere Plastikflaschen werden von den kids zu tollen Spielsachen umfunktioniert | mit Autobatterie abendl. zum Radioempfang | 1 Busticket und 1 Sitz für 2 Personen und die dritte Person (das war ich…) muss halt auch ein bisschen zusammenrücken | einen Knäul Juttesäcke als Schrubber-Schwamm | eine Hand voller Stofffetzen geben einen super Wettex ab | Phänomen, dass bei allen Autos die Tankanzeige immer auf „E“ – wie empty – steht. Wird eine längere Fahrt gebucht (20 km) fährt der Fahrer zuerst die Tankstelle an und der Fahrpreis = Tankfüllung | die Coka Cola und ähnliche Flaschen werden mit den Zähnen aufgemacht.

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Und dann noch ein Bild, dass einem einen netten Schmunzler beim WC-Papier-Wechseln entlockt: Hightech Industrial Engineering!

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