Archive for Tansania 2009

Lehrerhaus

// August 19th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Verena zeigt Father Duma das mitgebrachte Modell des Lehrerhauses. Die Räumlichkeiten bieten dann genügend  Platz für Lehrer, Besucher und Projektpersonen. Witzig dabei, dass Father Duma sich um den Kauf des Zementes kümmern wird und Bauaufseher sein wird. Die Man-Power und auch das Know-How stellen dann die Schüler der Berufsschulen (vocational training).

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In der Ecke brutzelt ein kleines Feuer

// August 18th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Kurz vor dem Abendessen statten wir Mr. Kigodi einen Besuch ab. Kigodi ist der Schuldirektor und Mitglied des Komitees, welches sich um die Belange der Dorfbewohner kümmert. Er weiß genau, welches Kind in die Schule geht, wer es sich nicht leisten kann eine Schuluniform zu kaufen oder wer zu schwach ist in die Schule zu gehen. Wir erfahren von einem aktuellen Fall: Der Vater ist gestorben, die Mutter ist zu schwach, um lange arbeiten zu können, um die Kinder zu versorgen; sie hat Aids und wird nicht mehr lange leben. Die 4 Kinder sind auf sich alleine gestellt; die größeren waschen und versorgen die Kleineren. Das wenige Essen das sie haben, bekommen sie von Nachbarn. Wir beschließen, uns selbst ein Bild davon zu machen:

Müde sitzt die 4fache Mutter vor ihrer 3×3 m großen Hütte. Als sie uns sieht, rafft sie ihre einzige Kitenge (ein 4×1 m großes dünnes Baumwolltuch) zusammen, um ihren Körper und die zerlumpten Fetzen darunter zu verbergen. Unsicher bittet sie uns in die dunkle und beißend nach Rauch riechende Hütte. Dort können wir ein wenig erahnen, wie sich das Leben der 5-köpfigen Familie abspielt: Die Mutter schläft getrennt von den Kindern – ihre Decke ist die Kitenge. In der Ecke brutzelt ein kleines Feuer, nicht hell genug das Innere der Hütte zu erkennen. Dort wird gekocht und wie uns die älteste der Kinder, die 13jährige Tochter demonstriert auch aufgewärmt. Später werden sich dann die Geschwister dazu gesellen um dort zu schlafen. Matten oder eine Matratze besitzt die Familie nicht. Klein zusammengekauert sitzen wir 4 also mit der Mutter und dem 8-jährigen Mädchen auf Holzbrettern. Kigodi erklärt uns, dass das 8-jährige Mädchen den Stein ins Rollen gebracht hat, weil sie nicht zur Schule gekommen ist. Daraufhin hat Kigodi sie besucht und die Situation erkannt: Die Familie hatte nicht genug Geld um Schulmaterial, eine Schuluniform und das Schulgeld zu bezahlen. Außerdem war die Familie auf die Mithilfe des jungen Mädchens angewiesen. So holen die Kinder Wasser aus dem nächst gelegenen Brunnen, suchen und tragen Brennholz herbei und sorgen im Haus für Ordnung.

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Wir merken bald, dass das Dach der Hütte nicht dicht ist. Nicht sehr praktisch, wenn man bedenkt, dass die Regenzeit 6 Monate dauert und die Familie direkt auf dem Boden schläft. Brigitta fragt genauer nach: Wie oft essen die Kinder? Was? Wann haben sie das letzte Mal gegessen? Was wünschen sich die Kinder? Die Antwort fällt einstimmig aus, wenn auch schüchtern und ganz leise ausgesprochen, denn über Armut spricht man nicht: “Ugali.” Der weiße Maisbrei, der zwar nicht sehr nahrhaft ist aber wenigstens den Magen füllt. Wir beschließen am nächsten Tag eine dicke Decke zu kaufen und eine weitere Kitenge für die Mama. Hannes finanziert die Renovierung des Stroh-Daches aus eigener Tasche; 35 Euro für ein trockenes Heim in den nächsten 7 Jahren.

Feldarbeit

// August 18th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Hannes besucht alle Felder um nach dem Rechten zu sehen und etwaige Fragen, die während der Arbeit auftauchen zu beantworten. Witzig war, dass die “Schüler” immer wieder brav und gewissenhaft die mitgeschriebenen Notizen studiert haben. Die Hefte wurden übrigens gesponsert, da sich die Eltern kaum die Schulhefte für ihre Kinder leisten können.

Hannes erklärt ihnen, wie sie die steilen Felder mit einer sog. Kontur in Trassen abändern können, dadurch fällt zum einen das Anbauen und Ernten viel leichter aber vor allem kann dadurch Erosion verhindert werden.

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Beim Angebot zwischendurch eine nahrhafte Made samt gelegten Eiern zu verspeisen, habe ich dann doch abgelehnt… feig, gell.

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Als ich zwischen den Feldern, bewaffnet mit Kamera und Fotoapparat, herumgelaufen bin, sind unzählige Kinder mit dem frisch geholten Wasser, barfuß und auf lehmigem Erdboden einen steilen Weg hochgelaufen. Was so einfach ausgesehen hat, war für mich auch ohne Wasserkübel auf dem Kopf anstrengend. Die große Erkenntnis kam spätestens, als ich versucht habe, einen Wasserkübel anzuheben!

Afrikanischer Kindergarten

// August 18th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Herma und Andrea gönnen sich einen Tag in einem afrikanischen Kindergarten. Die beiden ausgebildeten Kinderpädagoginnen sind überrascht, dass nur eine Kindergarten-Tante sich um die 120 Kinder kümmern soll. Wobei hier zu erwähnen ist, dass es sowohl einen Spielbereich mit 8 Schaukeln und einem Schwingrad gibt, aber allgemein Kindergärten wie Vorschulen geführt und abgehalten werden. Seit letztem Jahr haben die Kinder auch Sitzbänke und müssen nicht mehr auf dem kalten Betonboden sitzen. Die Idee dazu hatte Herma bei ihrem letzten Besuch, und dann auch eine Skizze für die Bänke angefertigt. Umgesetzt wurde es dann von den Azubis der Tischlerei, die hier Dank dem Projekt zu Handwerkern ausgebildet werden. Also ein all-in-one-System.

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Workshop

// August 18th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Die Rauch-Frauen nehmen Maß an der gesamten Fläche wo das künftige Lehrerhaus entstehen soll und die Werkstätte für die Tischler und Elektriker erweitert und ausgebaut wird.

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Derweil startet der 3-tägige Workshop mit den 150 Landwirten (Frauen und Männer) aus den umliegenden Dörfern. Dabei geht es diesmal um das Thema Kompostierung. Die Bauern haben nicht genügend Geld Kühe zu kaufen, chemische Düngemittel sind zum einen sehr teuer und zum anderen alles andere als umweltfreundlich oder sinnvoll, weil ja dadurch die Erde ausgelaugt wird und dies langfristige Schäden nach sich zieht.

Einkaufen in Mafinga

// August 17th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Wir besichtigen die Werkstätten, die Näherei und das Grundstück, auf welchem noch dieses Jahr ein Lehrerhaus gebaut werden soll. Nachdem Brigitta den Stand in der Näherei gesichtet hat, brechen wir in die nächste größere Gemeinde “Mafinga” auf um die notwendigen Dinge wie Nähfaden, Stoffe, Scheren, Nadeln, etc. zu kaufen. Mit Father Duma – was ein großer Fehler ist, wie sich im Nachhinein herausstellt!

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Denn nach einer wunderschönen Fahrt durch die Teeplantagen zwischen Mdabulo und Mafinga warten wir dann geschlagene 8 Stunden, bis die Einkäufe erledigt sind. Ida und ich machen regelrechte Frustkäufe auf dem hiesigen Markt, was in einem überdimensionalen Einkauf an Gemüse und Früchten und zu unseren großen Überraschung Pringels-Kaufsucht endet. Im Internet-Café warte ich geschlagene 18 Minuten, bis sich der Explorer überhaupt rührt. Als ich mich dann bei GMail anmelden will, stürzt der Computer ab. Weitere Versuche bleiben ebenfalls erfolglos. Niedergeschlagen machen wir es uns auch auf den Verkaufs-Matratzen vor dem besagten Stoffgeschäft gemütlich. Wo Father Duma so lange geblieben ist, bleibt bis heute ungeklärt.

Als wir im Dunkeln ankommen, können wir unseren Frust nur noch im Dialekt-Gebrabbel auslassen und einen Schluck Schnaps dazu trinken. Noch haben wir ja.

Aufwärmtraining

// August 17th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Schon frühmorgens sieht man die ganzen Schüler die bezaubernde Eukalyptus-Allee auf und ab joggen. Ein Aufwärmtraining, das definitiv Sinn macht, wie wir nach wenigen Sekunden feststellen! Mdabulo liegt 1.800 m hoch und ist echt s…kalt. Sobald die Sonne aus dem Nebel schaut wird es dann fein warm bis zu 25-28°C und am Abend zieht man dann dankbar alle Pullover hervor, die man im Gepäck mit dabei hat.

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Gottesdienst und Markt

// August 16th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Morgens Gottesdienst und Vorstellen der einzelnen Personen, die Mzungus und deren Tätigkeit und die Einweihung des neuen MiVA Autos, welches Father Duma mit vollem Stolz fährt.

Im Bild v.l.n.r. Frau von Fidelis, Ida mit der kleinen Elizabeth, Fidelis, der Vater von Fidelis und Gertrud Rauch.

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Nach der Einweihung besuchen wir das Highlight des Monats: den Markt. Und verpassen fast das nächste Highlight, die Taufe von Elizabeth, der Tochter von Fidelis (der Koordinator vor Ort, mit welchem ich auch noch viel zu tun haben werde).

Ida hat die Ehre die Taufpatin zu sein. Ob sie sich nun viele Geschenke erwarten oder dies wirklich als Ehre sehen, kann ich noch nicht abschätzen.

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Fahrt nach Mdabulo

// August 15th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Tagwache um 05:00 h, Fahrt nach Mdabulo, Ankunft um 21:00 Uhr, also nach gut 16 h Fahrt.

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Letzter Cappuccino

// August 14th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Flug über Dubai, letzter leckerer Cappuccino! Ankunft 11 h in Dar es Salaam, die Hauptstadt von Tansania. Wir werden von Father Duma und noch einem Fahrer abgeholt. Fahrt in ein Kurisani und Übernachtung.

Die Truppe

// August 13th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Frühstück mit Bianca und meinem Gota-Kind Ajana Nicole Ebehi und anschließendem gemeinsamen Besuch bei Mama Edith. Gemeinsamer Spaziergang mit Mama und Lukas im Wildpark und warten auf die Abflugstruppe, zwecks Fahrgemeinschaft.

19:50 h Abflug Zürich mit Hannes Rauch (Proj.leiter), seiner Frau Gertrud, seinen Töchtern Verena (Architektin 30 Jahre) und Ida (HLW Schülerin 16 Jahre), seiner im Projekt engagierten Schwester Brigitta Tomaselli und deren Bekannte Herma, Kindergarten-Leiterin aus Hittisau. Mit dabei auch die Mutter von Christine, die bereits seit Oktober letzten Jahres in Mdabulo lebt, Andrea Andreatta aus Bludenz. Ach ja – und meinereiner.

Lage “Null”

// August 13th, 2009 // 4 Comments » // Tansania 2009

Paula ist nun untergestellt, Flugrost gedämmt ;o) | Stop | Lukas hat einen Spaghetti-Topf-Vorrat für mind. 1 Monat | Stop | Messepark hat eine motivationsgeladene Marketingdame | Stop | Mama hat die schweizer “Bringt-mich-zum-Flughafen”-Vignette | Stop | und meinereiner wiegt gepäcksmäßig +40 kg | Stop | kwa heri Vorarlberg – karibu Tansania!

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Vollgepackt

// August 6th, 2009 // No Comments » // Tansania 2009

Noch nicht mal gepackt und schon Übergewicht. Wow. Das ging ja schnell. Hervis hat 10 Lederfußbälle und 1 Pumpe spendiert. DANKE lieber Jürgen Gassner aus der Messepark-Filiale. Und auch die Gemeinde Silbertal war so nett 60 Funktions-Shirts für Kinder zu sponsern! Ein dickes DANKE der lieben Doris Schwarzhans, die übrigens keine 2 Min. Gehweg zur HochJoch-Bahn wohnt und eine tolle Ferienwohnung hat!

10 Fußbälle und eine Pumpe, Danke Hervis, Danke Jürgen Gassner60 Funktionsshirts aus dem Silbertal! DANKE Doris Schwarzhans

Bis zum Abflug…

// Juli 27th, 2009 // 6 Comments » // Tansania 2009

Noch tut sich nicht allzu viel. Der neue Computer wird aufgesetzt, damit das Filme-Schneiden dann in Afrika problemlos funktioniert, die Videocam noch getestet und der Impfpass genau geprüft.

Derweil werden im Messepark die verbleibenden Wochentage gezählt. Heute war vorerst mein letzter Montag in der Messepark-Verwaltung. Morgen wird es der letzte Dienstag sein.

“Nur keine Wehmut aufkommen lassen”, sagt man sich dann selbst. Oder wie Karoline es trefflich formulieren würde: “Sell wella, Schleck-Kella.”

In Arbeit…

// Juni 20th, 2009 // 4 Comments » // Tansania 2009

Meine runde Welt ist noch in Arbeit… für Kanten und Ecken auf der Website bitte ich Euch noch um etwas Geduld.

Meine runde Welt wird bald dicke rund ;o) mit vielen Infos & runden Geschichten.