Jobgesuch
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettMeine Afrika-Genossin Christine fliegt Ende Oktober leider schon (ähm nach immerhin einem Jahr) ab, nämlich zurück in ihre Heimat Bludenz. Da sie erst im Februar mit ihrem Studium beginnen kann, sucht sie einen Job um die Zeit zu überbrücken. Hat jemand von euch vielleicht eine Idee oder eine Möglichkeit für Christine? Ich darf euch sagen, dass Christine extrem arbeitswillig ist, voll zupackt und die Arbeit auch sieht.
Sie ist 20 Jahre alt, kann fließend Kisuaheli und Englisch und hat einen Borg-Abschluss. Wär schön, wenn sich was finden ließe – auch wenn’s nur für ein paar Wochen ist.
Danke euch für eure Mithilfe.
Wir sind das Komitee
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole Tschannett3 Stunden sind wir mit dem Kassier und dem Schuldirektor Kigodi zusammen gesessen und haben über die bevorstehenden Material-Ausgaben für die Waisenkinder diskutiert. Alle 3 Monate werden 4 Schulen angefahren, wo die insgesamt 550 Waisenkinder eine Unterstützung in Form von Seife, Schuhe, Schulmaterial, Koch- und Petroleumöl erhalten. Auch das Schulgeld kann durch die Spendengelder via Eine-Welt-Gruppe bezahlt werden.
Pfarrersköchin und Sekretärin
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettNachdem alle aus dem Pfarrershaus entweder auf dem Feld sind, unterrichten oder “im Land unten” sind, bin ich die einzige, die auf Türklopfzeichen reagieren kann. Also stehe ich regelmäßig vor der Haustüre, begrüße fremde Menschen und habe immer ein Wörterbuch unterm Arm zwecks Verständigung. So habe ich z.B. “Schlüssel”, “kommt bald” und “weiß nicht gelernt” ;o)
Ach ja, und bzgl. Pfarrersköchin: Die echte Köchin ist ganz begeistert, dass wir ihr ab und zu helfen. Also gibt’s ganz nach österreichischer Art *ggg* Ikea-Hackfleischbällchen, Letscho und zum Nachtisch noch Bananen im Backteig. Toll, dass niemand weiß, was österreichische Küche wirklich ist *gg*
Echt Affig
/1 Kommentar/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettNachdem wir einen tollen Einstieg ins Wochenende hatten, haben wir uns am Samstagabend bei Jenny und Geoff getroffen. Mit von der Partie waren 2 super süße Hunde, 12 Hundewelpen, eine kotzende Katze und ein total verrückter Affe! Die Highlights waren definitiv das Abendessen (was anderes als Bohnen oder Ugali oder Reis!) und Geoff’s Halleluja am Klavier und der krönende Abschluss eine gemeinsame Nacht mit Affe Melvin im großen Doppelbett.
Am nächsten Morgen sind wir mit Hund und Affe zum See von Mr. Fox und haben Christines Geburtstagsgeschenk nachträglich eingelöst: Kitschiges Kanufahren durch Seerosen!
Wow. Dazwischen haben wir das Kanu geparkt und einen Dschungelspaziergang gemacht, wo sich Affe und Christine beim Baumschwingen gemessen haben. Muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnen, wer das Rennen gemacht hat…
Beim Retour-Weg haben wir noch einen Abstecher in Foxes Erdbeerfeld gemacht und uns sprichwörtlich wie Rotkäppchen gefühlt (den roten Kopf hatten wir schon und einen Affen als Kopfbedeckung).
Und Melvin hatten wir am Schluss auch soweit, dass er so fertig war und nach Hause getragen werden musste *gg*.
Im Abendlicht haben wir uns auf den 12 km langen Heimweg gemacht und vor lauter reden gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist. Schön war’s.
P.S. zu Angreifen erlaubt
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettVon wegen kein Körperkontakt erlaubt! Die Abschlußklässler der Secundary-School haben nach der offiziellen Zeugnisübergabe noch eine Abschluss-Party geschmissen. Und nachdem es ja eine Schulaufführung war, haben sich Christine und meinereiner auch unter die Jugendlichen gemischt… Letztere hat allerdings den Altersdurchschnitt erheblich angehoben! Wow. Das war echt ein Spaß. Bis Mitternacht hat sich ein ganzer Raum zu tollen Rhythmen im Takt bewegt, es hatte fast was Spirituelles. Aber etwas möchten wir hier noch anmerken: Körperkontakt hat es zwischen den Jugendlichen reichlich gegeben! Nur wir waren wieder mal die Lämmchen schlechthin…
Angreifen erlaubt
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettAm Abreisetag stecken wir schon wieder voll in Verhandlungen: Busfahren ist hier Erlebnis und nicht Zweck.
Unser AHA-Erlebnis möchten wir euch aber unbedingt mitteilen: Alles rund ums Angreifen oder gar Händchenhalten mit dem anderen Geschlecht ist strikt untersagt. So ist es Alltag, dass Männer Hand in Hand und Frauen Hand in Hand an der Straße entlanglaufen. So sehr der körperliche Kontakt also verboten und gemieden wird, umso enger wird es dafür in den Bussen und Coastern! Da sind einfach überall Hände, die Hintern werden in jede freie Ecke gestreckt und wenn ein Körperteil keinen Platz mehr innerhalb des Autos hat, hängt dieser einfach raus! Unglaublich. Umso schmerzlicher ist es dann, wenn man plötzlich an zuhause erinnert wird – und an den Luxus eines 4-Sitzers!
Alte Weiber unter sich
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole Tschannett“Guten Morgen,… Alte Schachtel!” waren so ziemlich die ersten Worte die im Zimmer Nr. H an diesem Morgen gewechselt wurden! Heute hatte Christine ihren 20igsten!
…und wir haben sie mit Mars und einer Kerze hochleben lassen. Nach einem Geburtstagskuchen bei Hasty Tasty ging’s auch schon in die Schlucht Ismaila, wo die ältesten Ausgrabungsstücke gefunden wurden. Wir haben die Nerven unseres Fahrers ganz schön strapaziert… jeder kleine Fußweg musste erkundet werden. Naja, wenn 4 Vorarlberger unterwegs sind…
Zurück in der Stadt haben wir uns noch eine optisch vertrauenswürdige Schneiderin ausgesucht, damit diese unseren tollen Stoff zu zwei schönen Röcken verarbeiten könnte.
Gsiberger-Treffen in Iringa
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettAm Sonntagabend kommen dann auch schon Laura und Mirjam aus Dornbirn in Iringa an. Ursprünglich sollten sie ja gleich nach Mdabulo kommen, nun werden sie die ersten und nächsten 2 Monate zur Einstimmung und zum Reinschnuppern im Süden in Songea verbringen. Nachdem wir sie vom Bus abgeholt haben gibt’s ein tolles “Habari njema”-Essen beim Inder mit Maryedith und Eric – 2 Volunteers von PeaceCorps. Ach… das Leben kann schön sein; auch ohne Ugali/Bohnen/Spinat. Damit wir nicht zu dick werden bei all dem abwechslungsreichen Leben in Iringa, gönnen wir uns noch eine Runde “Gewicht-wiegen” um 100 Schillinge (0,0537 Euro) mitten auf der Hauptstraße.
Fußmarsch durch ein Bilderbuch
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettChristine und ich hatten die – für Afrikaner völlig hirnrissige – Idee, von Mdabulo nach Mafinga zu laufen.
Während unseres Fußmarsches durch ein regelrechtes Bilderbuch quer durch die Teeplantagen, treffen wir auf eine dicke Raupe, einen süßen jungen Hirten mit Kühen und Geißlein, auf Leute die uns für verrückt halten und uns verzweifelt Abkürzungen zeigen und schließlich auf einen freundlichen Motorradfahrer, der mich bis zur Junction mitnimmt, weil ich kaum mehr laufen kann.
Als Christine dann auch bei der Junction anlangt, freuen wir uns, dass schon der nächste “Freund und Helfer”, nämlich das Polizei-Auto vorbeifährt. Die Jungs laden uns beide auf und unsere Wanderung endet um ca. 15:00, nach fast 7 h und nicht weit weg von unserem eigentlichen Ziel “Mafinga”. Die Polizisten kommen gerade von einem Mord, nicht unweit von Mdabulo; ein Mann habe seine Frau umgebracht. Wie konnten oder wollten sie uns nicht sagen. Wir haben jedenfalls beschlossen, dass wir hier unten nicht heiraten werden ;o)
Dann noch für 3 Stunden in den nächsten Bus gequetscht und wir sind in Iringa.
Der Vollständigkeit halber muss hier noch gesagt werden, dass sich die Tour voll gelohnt hat! Wir haben die Landschaft viel intensiver genießen können und Christine hat sich eine Herzle-Blase eingefangen. Wir hätten sonst nie gewusst, dass sowas möglich ist ;o)
Fremdkörper angedockt
/0 Kommentare/in Tansania 2009 /von Nicole TschannettTolle Entdeckung: Man sehe einen kleinen schwarzen Punkt im Nagelbett-Eck seiner beiden Daumen, man könne diesen nicht nachvollziehen und drücke. Drücke je ein Nest mit vielen gelegten Eiern aus und entferne dann den hartnäckigen Mama-Floh und schneide das umliegende Fleisch weg, damit nicht ein Ei übrig bleibt und das Ganze von vorne losgehe! Dieses “Phänomen” nennt man hierzulande “Sandwürmer”, wobei es eigentlich Sandflöhe sind und wir diese Dinger nun schon zum 4ten Mal beim Ackern und Erde umgraben aufgelesen haben! Jetzt habe ich extra aufgehört an meiner Nagelhaut zu zupfen und dann macht das ein anderer!!! So ein Floh…
PS: Mittlerweile hat’s auch meinen kleinen Zehen erwischt *den Kleinsten! Sowas aber auch.






























